Gelato! Italienische Eiscreme war nicht nur eines der Themen der Serata Italiana 2026, sie ist ein Dauerbrenner in deutschen Fußgängerzonen und auf deutschen Desserttellern. Und das nicht nur im Sommer!
Woher kommt es, dass Italien berühmt ist für seine Eiscreme und so viele gelaterie oft über Generationen hinweg von italienischen Familien geführt werden? Und wieso kommt ein großer Teil dieser Familien aus dem gleichen kleinen Landstrich in Norditalien?

Wegen der wirtschaftlichen Notlage in Norditalien verließen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts viele Bewohner des Val di Zoldo und des Val di Cadore in den Dolomiten ihre Heimat. Da sie im Winter mit gebratenen Kastanien handelten, im Sommer jedoch arbeitslos waren, erlernten sie als saisonale Ergänzung das Handwerk der Herstellung von Speiseeis.
Anfangs zogen sie mit einfachen Eiswagen durch ganz Europa. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein regelrechter Eisboom in Deutschland ein: Tausende italienische Familien eröffneten Eisdielen in deutschen Städten und bis heute erfreut sich italienisches Eis – nicht nur im Sommer – großer Beliebtheit.

Bis heute stammen rund zwei Drittel der Besitzer traditioneller italienischer Eisdielen in Deutschland aus den Dolomitentälern, und auch in Amberg gibt es eine Eisdiele namens Cadore.
